
18 diakonische Träger bieten in über 90 Einrichtungen und Diensten differenzierte Hilfe und Unterstützung für Wohnungslose und von Wohnungslosigkeit bedrohte Menschen an, in Beratungsstellen, Übergangshäusern, Wohnprojekten, Tagesstätten, Übernachtungseinrichtungen und Spezialdiensten. Ziel ist es, den Verlust der Wohnung wo immer dies geht, zu verhindern, Wohnungslose in „normale“ Lebensverhältnisse zu integrieren, mit Angeboten der Notversorgung das Überleben von Obdachlosen zu sichern und den Betroffenen ein Leben in Würde zu ermöglichen.
Während der Wintermonate gibt es bei diakonischen Trägern und Kirchengemeinden im Rahmen der „Kältehilfe“ zusätzliche Angebote der Grundversorgung für Obdachlose. Diese Arbeit wird im wesentlichen von ehrenamtlichen Mitarbeiter/innen geleistet.
Finanziert wird die Arbeit über Zuwendungen der Länder und Kommunen, über Entgelte auf Grundlage der der Sozialgesetze, sowie über Eigenmittel der Träger und durch Spenden.
Wir blicken zurück auf über 100 Jahre Erfahrung in der Arbeit mit obdach- und wohnungslosen Menschen.
Nahezu ausgelöscht wurde die Arbeit in den 12 Jahren der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft, in der Wohnungslose der Verfolgung und Vernichtung ausgesetzt waren.
Erst ab Mitte der Siebziger Jahre wurden in Westberlin und nach der Wende im Ostteil der Stadt, im Land Brandenburg und der schlesischen Oberlaussitz spezielle Hilfen für Wohnungslose Menschen wieder auf und ausgebaut.
Während Berlin über ein differenziertes Hilfesystem verfügt, bedarf es in Brandenburg und in der schlesischen Oberlausitz noch erheblicher Anstrengungen eindifferenziertes Hilfenetz aufzubauen. Hier sehen wir noch ein weites Aufgabenfeld für uns in der Diakonie.
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